Am 23.05.26 sind wir der herzlichen Einladung von Stefan Ortmayer vom Maderleithnerhof gefolgt und haben uns zum Aufsichtsrat- und Freund*innen-Treffen persönlich am Maderleithnerhof getroffen. Mit dem „Sammeltaxi“ für die Anfahrt aus Wien ging es nach Linz.
Der Hof liegt überaus romantisch oben in den Bergen nördlich von Linz am Ende einer kleinen Waldstrasse. Ein sichtlich tief in die Landschaft integriertes Ensemble von ineinander verschachtelten Gebäuden und Schuppen erwartete uns. Holzstapel, Steine, Baumaterialien, Maschinenteilen, lauter Zeug, die das Herz eines Sammlers höher schlagen lassen. Durch einen Werkstattbereich vorbei an Tischlerarbeiten, großen Maschinen und Fundstücken führte uns der Weg in einen Innenhof. Dort gegenüber befindet sich ein weiteres Wohngebäude. Ein Steinplattenweg entlang der mächtigen Hauswand, viele Nistkästen hängen an der strukturreichen, freundlich von der Sonne angestrahlten Mauer und bieten Wohnraum für Vögel und anderes Getier.
Auf dem, mit schweren Granitsteinen befestigten Weg kommt man zu einem offenen Tor. Granitene Steingewandungen, spürbar alt. Dahinter eine bunte, vielfältige und sehr eigenwillige Gartenlandschaft. Trockensteinmauern schwingen sich in verschiedene Richtungen und geben den verschiedenen Ebenen und Plätzen den Charakter einer Terrassenlandschaft. Bunte Pflanzen wachsen aus allen Ritzen und Ecken. Zwischen den Steinmauern eine grüne Insel, ein gemütlicher Platz mit Sesseln, Tischen, sogar einem großen Tauchbecken und vorbereitetem Inventar für ein festliches Mal.
Nachbarn, Freunde und interessierte Menschen, die sich mit der Stiftung vertraut machen wollten, hatten sich schon versammelt. Im Laufe der Zeit kamen stetig Gäste hinzu.
Das Interesse, mehr über Munus zu erfahren war groß. Lorenz eröffnete die Versammlung mit der Einladung, sich kurz vorzustellen. Auch die Familie vom Schalböckhof war angereist und nützte die Gelegenheit um den Vorstand und Aufsichtsrat und die Arbeit der Munus-Stiftung kennenzulernen.
Anschließend an dieses Austauschformat wurden wir zu einem sehr feinen Essen eingeladen. Jonas buk Galettes in vielen Varianten, dazu gab es Salate, köstliche Kuchen und kühle Getränke. Der entspannte Rahmen machte es möglich gut ins Gespräch zu kommen und sich einfach umfassend auszutauschen.
Stefan führte uns danach durch den Garten entlang der sehr charakteristischen Habitate. Vorbei an den Schafen mit den frisch geborenen Lämmern, der „Ausgrabungsstätte“ einer alten Hausdeponie aus der skurrile Artefakte herausgegraben wurden bis zum Felsen der mitten in einer abschüssigen Wiese ins Tal hinausragt und einen atemberaubenden Ausblick eröffnet. Besonders eindrucksvoll entlang des Weges die teilweise mehr als einen Meter mächtigen hohen Trockensteinmauern. Die vielen Steine, die in solch einer Mauer verbaut sind, wurden fast alle von Stefan gesammelt und geschlichtet. Einfach schön und wie für die Ewigkeit geschaffen.
Die Erzählungen über die vielfältigen Herausforderungen, Aufgaben und Zukunftspläne fühlten sich einerseits sehr eindrucksvoll an, andererseits tauchte unweigerlich die Frage auf, wie all diese Arbeiten fast allein bewältigt werden können.
Dass der neue Dachstuhl über dem Haupthaus mit Kork isoliert werden soll und dass damit das Sammeln von unendlichen Mengen von Weinflaschenkorken verbunden ist, zeigt den unbändigen Willen nichts zu verschwenden, nachhaltige Materialien zu verwenden und möglichst alles selbst in die Hand zu nehmen. Ein Leben füllendes Herzensprojekt dieser Maderleithnerhof.
Das (schon recht baufällige) Dach der Bienenhütte am Maderleithnerhof wurde erneuert. Wir berichteten darüber im letzten newsletter.
Insgesamt war es eine sehr schöne und befriedigende Baustelle. |